Wunder gibt es immer wieder!

© Degussa Bank

Wunder gibt es immer wieder!

Es ist tatsächlich passiert, was wir nicht mehr zu hoffen wagten! Nach vielen Jahren Suche haben wir endlich ein neues Zuhause gefunden! Noch können wir es gar nicht richtig glauben… Können Sie sich an unsere Suche nach einer Ferienwohnung an der Nordsee in den Sommerferien erinnern? Das war nichts gegen die Suche nach einer neuen Unterkunft auf Dauer.

Dabei waren unsere Ansprüche und Suchkriterien gar nicht so ausgefallen – dachten wir zumindest. Haus, Wohnung, Kauf, Miete? Flexibel. Stadt? Bis zu einer Stunde Fahrtzeit zu unseren Arbeitsstätten hatten wir standardmäßig in den Suchagenten eingetragen. Und sonst? Balkon oder Terrasse, Tageslichtbad und Gäste WC… Das war es eigentlich schon. Aber es stellte sich heraus, dass das gar nicht so einfach ist. Wir haben alle Möglichkeiten genutzt: Online Portale, Tages- und Lokalzeitungen, Aushänge an Laternenpfahlen und in Supermärkten, Mails an Freunde und Bekannte… leider alles ohne Erfolg.

Frankfurter Bäder

Wenn Sie selber schon mal in einem Ballungsgebiet eine neue Bleibe gesucht haben oder aktuell sogar suchen, dann kennen Sie das Dilemma der letzten Jahre wahrscheinlich. Der Wohnraum wird zunehmend knapper. Die Preise kennen nur eine Richtung: nach oben! Dabei wird die Qualität nicht unbedingt besser. Es gibt sie tatsächlich noch: die sogenannten Frankfurter Bäder, 70er-Jahre-grün geflieste Wände, Treppenhäuser in denen die Tapeten von den Wänden fallen, schimmelige und schmierige Küchen… Unvorstellbar, was teilweise für viel Geld an den Mann, die Frau oder beide gebracht werden soll.

“Sie haben sich zu wenig gefreut”

Einmal waren wir ganz nah dran. Wir hatten sogar schon den Mietvertrag für ein schönes kleines Reihenhäuschen unterschrieben. Dann wurde die Zusage kurzfristig wieder zurückgezogen seitens des Vermieters. Die Begründung: „Wir haben den Eindruck, Sie möchten das Haus nicht wirklich. Sie haben sich in unseren Augen nicht genügend gefreut.“ Das glauben Sie nicht? Es ist tatsächlich genauso passiert. Vielleicht hätten wir ein Dankesschreiben verfassen und mit einem großen Blumenstrauß hinschicken sollen? Zusammen mit einem Selfie von unseren freudestrahlenden Gesichtern?

Und dabei muss man noch nicht mal Kinder haben, um die Suche anspruchsvoller zu gestalten. Im Laufe der Zeit haben wir wirklich viele sehr skurrile Dinge erlebt. Da muss man sich schon mal Fragen nach der Herkunft des eigenen Nachnamens gefallen lassen, weil nur an ausgewählte Nationalitäten vermietet wird. Da habe ich dann doch lieber gleich das Telefonat beendet. Eine andere Wohnung haben wir mit Anfang 30 nicht bekommen, da wir „im gebärfähigen Alter seien“ und eventuell mal Kinder bekommen könnten. Das wünschte der Vermieter nicht. Der Maklerin war das ziemlich peinlich.

Geschafft

Nun gehört das alles glücklicherweise der Vergangenheit an. Ich sitze abends gemütlich auf der Terrasse, genieße die Abendsonne und erinnere mich mit einem Schmunzeln an die Erlebnisse und Begegnungen, die unsere Wohnungssuche all die Jahre mit sich gebracht hat. Der ein oder andere Umzugskarton ist noch auszupacken, ein paar Möbel fehlen noch, und ein undichtes Kellerfenster ist auszutauschen. Aber die ewige Sucherei hat ein Ende – für hoffentlich lange Zeit! 🙂

InfoBox

Die Könnerin ist eine neue Kolumne exklusiv für die WorksiteNews. Sie, die Könnerin, tritt ab sofort regelmäßig in Erscheinung und erzählt immer neue Geschichten aus ihrem Alltag.

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