Wettrennen: Bar gegen Karte

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Wettrennen: Bar gegen Karte

Im Rahmen einer aktuellen Studie der Bundesbank in Kooperation mit dem Handelsinstitut EHI zu den Kosten des Bargelds im Einzelhandel wurde das Bezahlen an der Kasse genau unter die Lupe genommen. Dabei wurden verschiedene Zahlungsmittel inklusive der Kassenbearbeitungszeit und der Verifizierungsmethode berücksichtigt.

So wurden für die durchschnittliche Dauer einer Barzahlung 22,3 Sekunden gemessen. Die durchschnittliche Dauer einer Kartenzahlung via Chip & PIN liegt mit 29,4 Sekunden deutlich darüber. Erfolgt die Autorisierung stattdessen per Unterschrift, vergehen sogar 38,6 Sekunden.

NFC-Zahlungen nur simuliert

Leider fand die Messung der Dauer einer kontaktlosen Zahlung mittels NFC nur simuliert statt, so dass für die Studie keine reellen Werte vorliegen. Denn insbesondere bei kleineren Beträgen ohne die zeitaufwendige PIN-Eingabe bzw. Unterschrift müsste die kontaktlose Zahlungsart sprichwörtlich das Rennen machen. Verfügt eine Debit- oder Kreditkarte bzw. ein Smartphone über die NFC-Technologie, kann direkt an der Ladenkasse durch das Heranführen der Karte bzw. des Geräts an das Terminal blitzschnell bezahlt werden.

Eine Autorisierung ist bei Beträgen bis zu 50 Euro teilweise nicht mehr nötig*, die Bestätigung der Zahlung erfolgt durch ein optisches Signal (vier grüne LED) und eine akustische Rückmeldung (Ba-Bing). Der Simulation zufolge verringert sich der reine Bezahlvorgang durch die Kontaktlos-Technologie um 10 bis 15 Sekunden, was die Reihenfolge zugunsten der bargeldlosen Zahlung umwerfen würde. Wünschenswert wäre daher eine zeitgemäße Auswahl der Zahlungsmittel gewesen.

Welche Zahlungsart ist in Ihren Augen an der Supermarktkasse die schnellste?

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InfoBox

*Für die Verifizierung des Karteninhabers bei einer Zahlung mittels Smartphone wurde die Methode CDCVM (Consumer Device Cardholder Verification Method) entwickelt. Diese ermöglicht die Verifizierung direkt am Smartphone, bspw. mit Hilfe biometrischer Verfahren (Fingerabdruck, Gesischtserkennung).

4 Kommentare zu “Wettrennen: Bar gegen Karte”

  1. Avatar KJ.fotoart sagt:

    Ich versuche GOOGLE, APPLE und FACEBOOK zu vermeiden, da diese bekannterweise die Daten der Kunden missbrauchen und damit nicht nur Marktforschung betreiben, sondern richtig fett Geld damit verdienen. Das letzte, was die Menschheit braucht ist Google- oder Apple-Pay. KJ

  2. Avatar Dirk Schubert sagt:

    Bargeld ist Freiheit und Unabhängigkeit vor zu neugierigen Geheimdiensten und dem Staat, aber auch entsprechenden Privatfirmen. Stellen Sie sich nur mal vor, die Nazis hätten bargeldloses Bezahlen einführen können. Es wäre ein Klacks gewesen, Leute zu enttarnen, die andere versteckt haben. Und wie schnell aus einer Demokratie eine Diktatur werden kann, sieht man an der Türkei. Insofern greift die Frage, welche Bezahlart schneller ist, viel zu kurz und ist bestenfalls ein Teilaspekt der Gesamtproblematik.

  3. Avatar Dold Boris sagt:

    Ich weis,ihr könnt es wahrscheinlich nicht mehr von mir hören,aber es wird Zeit für Apple Pay bei der Degussabank

    1. Wir wissen, wie wichtig Ihnen und auch anderen Kunden das mobile Bezahlen via Google/Apple Pay ist. Wir haben zur Einführung dieser Dienste noch keine konkreten Pläne, Sie können aber bereits unsere girocard (ec-Karte) sowie alle Visa- und Mastercard-Kreditkarten kontaktlos nutzen.

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