Kollektomaten in der Kirche und Kartenlesegeräte für Obdachlose

© M-SUR/Fotolia.com

Kollektomaten in der Kirche und Kartenlesegeräte für Obdachlose

In der Kirche stehen Kollektomaten, die obdachlosen Verkäufer der Straßenmagazine setzen auf Lesegeräte statt auf Brieftaschen. Wo wir sind? Wir befinden uns in Schweden, einem Land, das seiner Zeit häufig einen Schritt voraus ist.

Karte sticht Bares – aber nicht bei uns

Nur rund 30 Prozent aller Geldgeschäfte in Schweden werden bar abgewickelt, die große Mehrheit zückt lieber die Karte oder greift auf neue Zahlmethoden via Smartphone zurück. Doch nicht nur dem Einzelhandel sind Scheine und Klimpergeld zuwider, auch die Mehrheit der schwedischen Banken nimmt kein Bargeld mehr an.

Sei es das Argument der spendablen Oma, die ihren Enkeln hier und da mal was zustecken will oder die Angst vor der totalen Überwachung, die hierzulande für eine überzeugte Pro-Bargeld-Einstellung sorgt. Der Hauptgrund für die fehlende Akzeptanz seitens der Bevölkerung bleibt ohne Frage die spärliche Infrastruktur, die im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn noch sehr Rückständig wirkt. Differenzierungen wie „Nur mit girocard“, „Kreditkarten ja, Amex nein“, „Was ist kontaktloses Zahlen?“, „Wir akzeptieren nur Bargeld“ (wenn es denn überhaupt erwähnt wird) ist ein deutsches Alleinstellungsmerkmal geworden. Sieht Digitalisierung nicht anders aus?

Die deutsche Vorliebe für Bargeld ist nicht nur der Sicherheit vor staatlicher Überwachung, sondern auch ohne Zweifel der Sicherheit, überhaupt in Geschäften und Restaurants „Bezahlen zu können“ geschuldet.

Was halten Sie von einer bargeldlosen Welt? (Mehrfachauswahl möglich)

Loading ... Loading ...

2 Kommentare zu “Kollektomaten in der Kirche und Kartenlesegeräte für Obdachlose”

  1. Avatar H:J:PAPROTTKA sagt:

    Richtig !

  2. Avatar Walther sagt:

    Bei Barzahlung bin ich Anonym

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar ist öffentlich. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *