Interview mit ArcelorMittal Bremen

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Interview mit ArcelorMittal Bremen

Wir waren im im Gespräch mit Dirk Helm, dem Leiter der Unternehmenskommunikation ArcelorMittal Bremen (AMB), und Peter Addicks, dem Filialleiter der Degussa Bank am Bremer Standort.

ArcelorMittal ist mit Aktivitäten in über 60 Ländern und einer Rohstahlproduktion von 93 Mio. Tonnen in 2017 der weltweit größte Stahlproduzent. Das Werk in Bremen, einer der größten Arbeitgeber der Region, vereint als integriertes Hüttenwerk alle Anlagen von der Roheisenerzeugung bis zur Feinblechverarbeitung. Das Produkt von ArcelorMittal Bremen ist Flachstahl, der in der Bau-, Haushaltsgeräte- und Automobilindustrie sowie im Maschinenbau und auf dem Verpackungsmarkt verwendet wird.

WorksiteNews: Herr Helm, Herr Addicks, mehr als 12 Jahre erfolgreiche Partnerschaft von ArcelorMittal Bremen und der Degussa Bank. Können Sie sich noch an die Anfänge erinnern?

Helm: Das kann ich noch sehr gut. Bei uns ging es vor etwas mehr als 12 Jahren um das Thema Vereinbarkeit von „Beruf und Familie“. Ein Baustein in unseren Überlegungen war damals, unseren Mitarbeitern auch eine vereinfachte und unkomplizierte Art und Weise des Bankings anbieten zu können. Die erste Zeit unserer Kooperation war durch viel Pragmatismus und Einfachheit geprägt. Herr Addicks betrieb seine Geschäfte im ersten Jahr in einem Provisorium, in unserem alten Verwaltungsgebäude aus den 1970er-Jahren. Gab es damals nicht auch noch diesen hochmodernen und schicken Bankbus?

Addicks: Oh, ja. Nur sprang der nie zuverlässig an (lacht). Aber ich konnte ihn werbewirksam an den Werkstoren positionieren, und außerdem verschafft man sich als schraubender Banker auch einen gewissen Respekt bei den AMB-Kollegen.

Für die Degussa Bank war AMB, war Bremen, im Jahre 2006 ein echtes Greenfield. Umso spannender empfand ich die Herausforderung, in meiner Heimatstadt etwas gänzlich Neues maßgeblich vorantreiben zu dürfen. Wir starteten bei null Kunden und wuchsen so sehr kontinuierlich und sehr nachhaltig.

Im Gespräch mit Dirk Helm, dem Leiter der Unternehmenskommunikation ArcelorMittal Bremen (AMB), und Peter Addicks, dem Marktverantwortlichen der Degussa Bank am Bremer Standort.

WorksiteNews: Herr Helm, wie würden Sie die Entwicklung der Degussa Bank am Standort AMB charakterisieren?

Helm: Aus meiner Sicht ist es der Degussa Bank sehr schnell gelungen, sich bei uns hier in Bremen einen sehr guten Ruf zu erarbeiten und sich somit rasch tief zu verwurzeln. Viele Kollegen nehmen die Degussa Bank als Teil von uns wahr – dies basiert natürlich auf Vertrauen, welches konsequent über die Jahre aufgebaut wurde. Ein besonders wichtiger Faktor beim Thema Vertrauen ist der Faktor Mensch. Und hier spielt aus meiner Sicht Herr Addicks eine immens wichtige und herausragende Rolle – er ist auf eine sehr natürliche Art bei uns im Unternehmen sichtbar. Es gelingt ihm, auf Augenhöhe mit allen Kollegen zu kommunizieren – so entsteht Vertrauen.

WorksiteNews: Herr Addicks, beschreiben Sie uns, was den Erfolg bei AMB ausmacht.

Addicks: Es war mir von Beginn an oberste Maxime, den Standort ArcelorMittal Bremen als mein persönliches Profit Center zu begreifen. Diesen Bank-Shop als Start-up zu verstehen, welches es positiv zu entwickeln gilt. Geholfen hat hierbei die rasche Vernetzung in alle Abteilungen von AMB. Es ist uns gelungen, über alle Geschäftsbereiche der Bank nachhaltige Erträge mit geringen Kosten zu verbinden. Alle wichtigen Company Services konnten sukzessive umgesetzt werden. Angeführt seien exemplarisch das Corporate-Card-Programm, die Werkskasse, der Mitarbeiterkredit und die Einbindung der MIVO in das Unternehmen. Ein weiterer wichtiger Meilenstein war sicher der Kauf und die Übernahme des Versicherungsmaklers Arcelor Assekuranz durch die PRINAS im Jahre 2016.

WorksiteNews: Und aus Sicht des Kunden, Dirk Helm?

Helm: Für mich selbst als Kunden – und hier denke ich, dass es vielen meiner Kollegen genauso geht – sind im Prinzip beim Banking drei Dinge wichtig:  gute Banking-Produkte zu fairen Konditionen, eine gute Erreichbarkeit der Bank sowohl „Vor-Ort“ als auch online und nicht zuletzt der Faktor Mensch. Sprich: „Wer berät mich?“ Aus meiner Sicht gelingt es der Degussa Bank und hier vor Ort im Besonderen Herrn Addicks sehr gut, alle diese Punkte perfekt aufeinander abgestimmt zu einer homogenen und in sich stimmigen Dienstleistung zu verknüpfen. Der Degussa Bank Claim „Nähe, Transparenz, Vertrauen“ wird hier bei uns in Bremen gelebt.

WorksiteNews: Ein Ausblick. Wir haben gehört, das Hüttenfest steht vor der Tür.

Helm: Das Hüttenfest hat sich in den letzten Jahren zu einem ganz besonderen Höhepunkt des Jahres entwickelt. Es ist zu einem festen Bestandteil im „Produktionskalender“ des Bremer Stahlwerks geworden. An diesem Tag feiern wir mit vielen Mitarbeitern, deren Familien, Gästen aus Bremen und der Nachbarschaft – viele Bereiche des Werkes stehen allen zur Besichtigung offen. Seit 2006 ist auch die Degussa Bank ein wichtiger und bestens integrierter Partner unseres Hüttenfestes.

WorksiteNews: Und Ihr Ausblick, Herr Addicks?

Addicks: In der Tat ist das Hüttenfest für die Degussa Bank und für mich persönlich die Veranstaltung, die es erlaubt, mit Mitarbeitern, Kunden und Interessenten einen ganzen Tag in einem sehr entspannten Rahmen in den Dialog zu treten.

Was wir spüren, ist die im Zuge der Digitalisierung zunehmende Bedeutung eines öffentlich zugänglichen Bank-Shops wie des [TT2] bei ArcelorMittal Bremen. Verkehrsgünstig gelegen, gewinnen wir durch den Rückzug von Wettbewerbern aus der Fläche verstärkt neue Kunden. Neben dem Internet-basierten Geschäft ist ein zweiter klarer Trend zu erkennen: Der Kunde informiert sich online und wählt den Abschluss face to face im Bank-Shop. Ich denke, der Bank-Shop ArcelorMittal Bremen steht dabei exemplarisch für die gewinnbringende Koexistenz von digitization und human touch.

WorksiteNews: Zum Abschluss klären Sie uns bitte noch auf, Herr Addicks. Was steckt hinter der plattdeutschen Überschrift „Buten un Binnen – Wagen un Winnen“?

Addicks: Es ist der Wahlspruch der Bremer Kaufmannschaft. In der Hansestadt und weit darüber hinaus sollen die Kaufleute etwas wagen und dabei gewinnen. Ein Motto, welchem ich mich sehr verbunden fühle und das sicher auch für die Verbindung von ArcelorMittal Bremen und der Degussa Bank steht.

WorksiteNews: Herr Helm, Herr Addicks, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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