Frankfurts Wolkenkratzer höher als Montblanc

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Frankfurts Wolkenkratzer höher als Montblanc

Die Frankfurter Skyline ist neben dem Bahnhofsviertel, Römer und Kaiserdom das Erkennungsmerkmal der Finanzmetropole. Gemeinsam erreichen die 33 Hochhäuser, die mindestens 100 Meter hoch sind, eine Höhe von rund 4.842 Metern – das ist höher als der größte Berg Europas, der Montblanc mit seinen 4810 Metern.

Aufbau nicht zufällig

Eine Skyline braucht seine Zeit. Damit die Frankfurter Hochhäuser aus der Entfernung gut wahrnehmbar sind, werden sie in einer bestimmten Weise angeordnet: Mehrere Hochhäuser bilden jeweils zusammen Gruppen, auch Pulks oder Cluster genannt. Dadurch entsteht eine erkennbare Stadtsilhouette. Das wäre nicht der Fall, wenn die Hochhäuser einzeln im Stadtgebiet verteilt wären. Die Anordnung der Hochhäuser in Pulks sorgt außerdem dafür, dass es keinen Hochhaus-Wildwuchs in den Frankfurter Stadtteilen gibt und dass die dort gewachsenen Stadtquartiere mit sensibler Wohnnutzung geschützt werden.

Außerdem werden bei der Hochhausplanung Aspekte wie Verschattung, Belüftung oder die Verkehrsanbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr berücksichtigt. Die zwei großen Cluster in Frankfurt sind das Bankenviertel-Cluster und Messe-Cluster, hinzu kommt ein kleinerer Pulk um die Hochhäuser des Palaisquartiers.

Henninger Turm war ehemals höchstes Bauwerk

Das erste Frankfurter Hochhaus war mit einer Höhe von 119,5 Metern der Henninger Turm, der von 1959 bis 1961 als Silogebäude errichtet wurde. Als erstes Gebäude überhaupt war er höher als der Domturm, der zuvor der Maßstab aller Bauten war. Im Jahr 2013 wurde der Henninger Turm abgerissen, um einem 140-Meter-Wohnhochhaus Platz zu machen, das 2017 fertiggestellt wurde.

Inzwischen stehen die zehn höchsten Hochhäuser Deutschlands in Frankfurt. Das aktuell höchste ist der 1997 erbaute Commerzbank Tower mit 258,7 Metern und 50 Geschossen. Gefolgt vom Messeturm mit 256,5 Metern und 54 Geschossen sowie vom Westend-Tower mit 51 Geschossen und einer Höhe von 208 Metern.

Das Stadtbild ist dynamisch

Das könnte sich irgendwann ändern, denn die Frankfurter Stadtsilhouette ist nicht statisch. Immer wieder kommen neue Hochhäuser hinzu, alte Gebäude werden erneuert oder abgerissen und neue Projekte geplant. Momentan befinden sich sechs Gebäude im Bau, darunter beispielsweise der Omniturm im Bankenviertel – er soll 190 Meter hoch werden und 2019 fertig sein.

via positiv-magazin

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