Finanztipps für Frischvermählte

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Finanztipps für Frischvermählte

Rund 400.000 Eheschließungen gibt es jährlich in Deutschland. Natürlich sollte das Fundament der Gemeinsamkeit nicht auf wirtschaftlichen Interessen beruhen, ein finanzielles Zubrot dürfte aber gerade nach der meist kostspieligen Hochzeitsfeier für Erleichterung sorgen. In diesem Ratgeber fassen wir deshalb für Sie die besten Spartipps zusammen.

Ehegattensplitting

Selten ist der Verdienst von Ehepartnern identisch, daher sollte unmittelbar nach der Hochzeit die jeweilige Steuerklasse optimiert werden. Für gewöhnlich wählt der Partner mit dem höheren Einkommen Steuerklasse III, der andere V. Zwar sinkt dadurch das Nettogehalt des Zweiten, da hingegen die Abzüge des Mehrverdieners gleichzeitig geringer sind, wirkt sich das positiv auf das Haushaltseinkommen aus. Ihren Vorteil können Sie mit dem Lohn- und Einkommensteuerrechner des Bundesministeriums für Finanzen selbst ausrechnen.

Tipp: Wer zu Silvester heiratet, kann seine Ansprüche noch rückwirkend für das ganze Jahr geltend machen.

Höhere Freibeträge und Erbschaft

Bei Geldanlagen gilt ein Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro, welcher bei Eheleuten verdoppelt wird. Demnach können gemeinsam bis zu 1.602 Euro Zinsen erwirtschaftet werden, ohne dass Abgeltungssteuer gezahlt werden muss. Das gleiche gilt auch bspw. für die Erbschaftsteuer.

Wichtig: Unverheiratete Paare genießen in der gesetzlichen Erbfolge keine Anerkennung. Ohne Testament würde der Partner des Erbberechtigen leer ausgehen.

Versicherungen

In der Regel können Single-Policen unkompliziert zusammengelegt werden, das gilt auch bei unterschiedlichen Anbietern. Der Partnertarif ist im Verhältnis günstiger.

Gemeinschaftskonto

Viele Paare und ebenso nichtverheiratete Zusammenlebende entscheiden sich für ein Gemeinschaftskonto, um die Haushaltskasse besser organisieren zu können. (Weitere Ideen dazu hat auch die Könnerin) Entscheiden Sie sich beim Neuabschluss am besten für das Oder-Konto, da hier beide Partner gleichberechtigt und unabhängig voneinander agieren können. Beim Und-Konto bedarf jede Kontobewegung einer Zustimmung des anderen. Letzteres Modell ist in der Praxis eher kontraproduktiv und wird daher von vielen Banken gar nicht mehr angeboten.

Elternzeit

Kündigt sich der Nachwuchs an, plant ein Elternteil für gewöhnlich die Elternzeit. Das in dieser Zeit gezahlte Gehalt wird prozentual vom Nettoverdienst abgeleitet, so dass sich unter Umständen ein Wechsel der Steuerklasse empfiehlt.

Wichtig: Der Wechsel auf die neue Steuerklasse muss mindestens sieben Monate vor Geburt des Kindes abgeschlossen sein.

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