Drohnenprojekt für Medikamentenlieferung erfolgreich gestartet

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Drohnenprojekt für Medikamentenlieferung erfolgreich gestartet

Das Pilotprojekt „Deliver Future“ beweist, dass die Medizinversorgung entlegener Gebiete mit Hilfe von Drohnen keine Zukunftsmusik mehr ist. Möglich machen das Projekt drei Experten auf ihrem Gebiet: Der deutsche Drohnenhersteller Wingcopter, DHL und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ).

60 Kilometer in 40 Minuten

Fürs Erste wurde über einen Zeitraum von sechs Moanten hinweg die Lieferung von Medikamenten per Drohne auf eine Insel im Viktoriasee erprobt. Der selbständig fliegende „DHL Paketkopter 4.0“ schaffte dabei die 60 km Flugstrecke vom Festland bis zur Insel in durchschnittlich 40 Minuten. Insgesamt wurden in dem Pilotprojekt mehr als 2.200 km geflogen und rund 2.000 Flugminuten geleistet. Die Drohne eröffnet neue Möglichkeiten, denn in vielen Regionen Afrikas stellt die Logistik im Gesundheitswesen, insbesondere die Medizinversorgung ländlicher Krankenhäuser und Apotheken, eine enorme Herausforderung dar. Gründe dafür sind häufig die schlecht ausgebaute Infrastruktur und das unwegsame Gelände. Beispielsweise ist die medizinische Versorgung der rund 400.000 Bewohner des Inseldistrikts Ukerewe im Viktoriaseestark eingeschränkt. Über Land benötigt man für die 240 km lange Strecke sechs Stunden. Eine Belieferung medizinischer Einrichtungen zur Notfallversorgung der Bevölkerung mit nur kurz haltbaren, kühlpflichtigen Medikamenten ist so nicht möglich.

Ein Senkrechtstarter

Das Besondere: Der „DHL Paketkopter 4.0“ startet und landet senkrecht und benötigt neben einer kleinen Landefläche kaum Infrastruktur. Das Fluggerät kann für den Rückflug mit Blut- und Laborproben beladen werden. Der künftige Einsatz der Paketdrohne könnte nicht nur das Problem der Medikamentenversorgung medizinischer Einrichtungen lösen: Sie hat das Potenzial, zur Verhinderung weltweiter Krisen beizutragen. Die Ausbreitung von Viruserkrankungen, wie zum Beispiel Ebola, ließe sich damit frühzeitig bekämpfen.

via positiv-magazin

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