Degussa Bank finanziert Internetzugang in afrikanischer Schule

Degussa Bank finanziert Internetzugang in afrikanischer Schule

Die Geschichten aus Afrika sind faszinierend: Afrika ist die Wiege der Menschheit, Afrikas Flora und Fauna sind unermesslich, Afrika birgt aber auch viele Gefahren. Und die afrikanische Bevölkerung ist arm, oft unvorstellbar arm. Krankheiten und Mangelernährung grassieren. Bildung nach unserem Verständnis ist für viele unerreichbar, viele afrikanische Regierungen sind korrupt, und wer arm geboren ist, der stirbt wahrscheinlich auch in Armut.

Die Degussa Bank möchte an diesen oft unvorstellbar schrecklichen Bedingungen etwas ändern. Wir glauben, dass langfristig angelegte infrastrukturelle Hilfsprojekte ein Schritt zu mehr Chancengleichheit in den Ländern der sogenannten Dritten Welt darstellen. Und wir wissen, dass diese Projekte oft scheitern, weil den deutschen Hilfsvereinen zu wenig finanzielle Mittel zur Umsetzung ihrer guten Ideen zur Verfügung stehen. Doch wir möchten unsere Spenden nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilen: Ein Ausschütten per Gießkanne bedeutet, dass nur die Kollegen, die einen guten Kontakt zu den Spendengebern haben, ihre Sponsoringvorschläge einbringen. Außerdem birgt das Gießkannenprinzip die Gefahr, auch Projekte zu fördern, die keine langfristig angelegte infrastrukturelle Hilfe darstellen. Deshalb haben wir Sie alle in diesem Herbst aufgerufen, sich an unserem Spendenprogramm Global Worksite Sponsoring zu beteiligen und sich mit einem förderwürdigen Projekt um eine Spende von 20.000 Euro zu bewerben. – Ein ganz großes Dankeschön geht an die Kollegen, die sich die Zeit nahmen und ihr Projekt einbrachten.

Die Kinder wollen nicht vom Rest der Welt abgeschnitten sein

Die Spendenanträge fielen in diesem Jahr eindeutig aus dem Rahmen. In den vergangenen Jahren hatten wir insbesondere Schulhäuser oder Ausbildungsgebäude finanziert. Doch nun beantragten die Kollegen Spenden für die elektronische Ausrüstung der Schulen etc. Es ist spannend zu sehen, wie die ärmsten Kinder und Jugendlichen nach Zugang zum Internet verlangen. Wie sie sich dagegen wehren, von dem Rest der Welt abgehängt zu werden. Wir haben uns in diesem Jahr entschieden, zwei Projekte zu fördern, die genau diesen Anliegen Rechnung tragen. Eine Spende geht an die Duluti-Secondary- School in Tansania zum Aufbau eines Internet-Funkturms und zur Einrichtung eines Computerklassenraums mit PCs. Das Internet eröffnet den Jugendlichen den Zugang zu modernem Unterrichtsmaterial. Das hilft ihnen, die Hochschulreife unter ähnlichen Bedingungen zu erreichen wie die Kinder der tansanischen Oberschicht. Unser Ziel ist es, die Mittelschicht zu stärken. Das tun wir, indem wir den Söhnen und Töchtern von Bauern und Lehrern eine qualitativ ähnlich gute Ausbildung ermöglichen, wie sie sonst nur der Nachwuchs der Regierungsbeamten erhält.

Außerdem haben wir 20.000 Euro an den Verein Afrika Projekt e. V. ausgezahlt. Dieser Verein baut 2015 eine Photovoltaikanlage auf das Dach einer Schule für sehbehinderte und sehende Kinder in Maroua, Kamerun. Die Anlage dient der Elektrifizierung der Gebäude. Die Kühlschränke für die Küche und die Schweinezucht, der Schul-PC und der Braille-Drucker werden demnächst mit Sonnenenergie betrieben. Ziel des Projektes ist es, sehbehinderten und sehenden Kindern gleichermaßen die Möglichkeit eines Regelschulbesuchs zu eröffnen. Dazu ist es unerlässlich, dass die Kinder neben landwirtschaftlichen Fähigkeiten auch Lesen und Schreiben lernen.

Ihr Kommentar

Mit Absenden des Formulares nehme ich Ihre Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis.

Ihr Kommentar ist öffentlich. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *