10 Verhaltens-Tipps für die Überholspur!

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10 Verhaltens-Tipps für die Überholspur!

Chapeau! Sie haben die Uni mit Erfolg verlassen oder der Ausbildungsstätte auf Nimmerwiedersehen den Rücken gekehrt. Der erste Job ist nicht länger ein vages Etwas, sondern befindet sich in greifbarer Nähe. Damit Sie die Probezeit im Unternehmen überstehen, haben wir einen heute mal nicht ganz so ernst gemeinten Leitfaden mit 10 Verhaltensrichtlinien erstellt, mit dem Sie auch in Zukunft auf der Überholspur bleiben.

1.  Angestellte sind sehr wählerisch, wenn es um ihre Schuhe geht!

Im Büroalltag hört man es immer wieder in verschiedenen Variationen. Und zwar als direkte Aussage oder im Konjunktiv: „Den Schuh zieh‘ ich mir nicht an“. „An Ihrer Stelle würde ich mir diesen Schuh nicht anziehen“. Für Ihren ersten Tag sollten Sie also ganz besonders auf Ihre Besohlung achten. Im besten Fall gehen Sie mit denselben Schuhen in den Feierabend, die Sie auch am Morgen getragen haben.

2. Kollegen stören grundsätzlich nur ganz kurz!

Glücklicherweise werden diese sogenannten ganz kurzen Störungen immer angekündigt. Meist mit: „Pssst, nur ganz kurz …“ oder „Ähhh ganz kurz nur …“ oder auch sehr entschlossen mit „Nur ganz kurz!“ Es sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass es sich bei solchen Interrupts meist um ein sehr ausgedehntes Zeitfenster handelt.

3. Grinsen statt grüßen!

Auf dem Gang wieder und wieder die Kollegen zu begrüßen kann mitunter sehr aufwendig sein, insbesondere im letzten Viertel eines Acht-Stunden-Tages. Viele Ihrer Kollegen werden sich deshalb für die Büro-Variante entscheiden, die für Neuankömmlinge seltsam wirken kann. Dabei grinsen Sie dem entgegenkommenden Kollegen für den Bruchteil einer Sekunde zu und schauen im Anschluss stur geradeaus an ihm oder ihr vorbei. Man sagt, dass der Standard-Smiley dieser Begrüßungsform nachempfunden wurde 🙂

4. Koordinieren statt blamieren!

Wer im Corporate Business vom Koordinieren spricht, würde in der Politik auch Maßnahmen verkünden. Beides sind Ausdrücke für Vorgänge, die man entweder nicht in der Hand hat oder deren Inhalt man nicht kennt. Durch den Terminus Koordinieren verkörpert man dennoch eine gewisse Kompetenz.

5. Vorsicht beim Smalltalk im Aufzug!

Als Klassiker hat sich seit Jahrzehnten das Wetter gehalten. Warum? Es ist ein ungefährliches Thema, das sich jederzeit unterbrechen lässt. Vermeiden Sie unbedingt langwierige Diskussionen oder Themen, die für Zugestiegene mit fehlendem Kontextwissen nach einem Fetisch klingen könnten.

6. Schreibtische sind zu klein!

Man hört es ständig. „Mein Schreibtisch ist bis oben hin voll.“ In der Kurzform wird auch gerne mal angedeutet, dass man selbst bis oben hin zu ist. Eine Lösung für dieses Problem, so trivial es auch anmuten mag, gibt es bislang leider nicht. Denn je größer der Schreibtisch, desto voller wird er in der Regel.

7. CC

Beim E-Mail-Verkehr mit Ihren Kollegen sollten Sie eine einfache Regel beachten. Haben Sie selbst etwas verbockt, versuchen Sie das Problem möglichst unbemerkt aus der Welt zu schaffen. Schreiben Sie den Kollegen, der Ihnen helfen kann, höflich an und schmieren Sie ihm ein wenig Honig ums Maul. Bloß keine unnötige Aufmerksamkeit erregen. Als gewiefter Lorbeeren-Dieb schafft man es sogar hinterher die Leistung des Helfenden als seine eigene geltend zu machen. Sollte jemand anderes gepfuscht haben, dürfen Sie natürlich gerne die gesamte Chefetage in Kopie setzen.

8. Büroküche

Die Büroküche ist ein Biotop und als solches selbstverständlich schützenswert. Vermeiden Sie es also, die Symbiose aus jahrzehntealtem Schmutz und Kaffeeresten eigenwillig zu entfernen. Dafür gibt es schließlich Putzpersonal. Ach ja, dreckiges Geschirr gehört in und neben die Spüle, im Notfall auch auf andere freie Ablageflächen – auf keinen Fall in die Spülmaschine!

9. Meetings

Im Meeting lauern zahlreiche Tücken und Fallstricke. Selbst die besten können hier scheitern, denn nur mit voller Konzentration und einem geschärften Sinn kommen Sie hier heil wieder heraus. Ziel jedes Meetings ist es, möglichst viel Verantwortung von sich selbst abzuwenden und insbesondere langatmige Fleißaufgaben mit Geschick an andere Kollegen abzuschieben. Profis schaffen es sogar die volle Anerkennung für die delegierte Arbeit zu bekommen, da sie so zielführend koordiniert haben (siehe Punkt 4). Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt!

10. Mahlzeit!

Während man sich privat je nach Region ganztätig mit „Hallo“, „Servus“ oder „Moin“ begrüßt, werden im professionellen Umfeld noch immer die Tageszeiten genannt (dies gilt analog zur Flurbegrüßung aus Punkt 3). Geht man zu Tisch, verabschiedet man sich auch heute noch mit „Mahlzeit!“ Damit deutet man an, dass man seinen Arbeitsplatz nur aus dringend erforderlichen Gründen – der Nahrungsaufnahme – verlässt.

InfoBox

Frohe Weihnachten und eine besinnliche Zeit mit Ihrer Familie wünscht Ihnen die WorksiteNews-Redaktion!

Ein Kommentar zu “10 Verhaltens-Tipps für die Überholspur!”

  1. Toller Beitrag – hilft mir sehr! Bin selber neu in meinem Unternehmen und denke, dass ich nciht die einzige bin, die eure Tipps für sehr hilfreich hält! Toller Blog, vielen Dank.
    LG

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