Teil 1: Die Visitenkarte in Japan

Teil 1: Die Visitenkarte in Japan

In Zeiten der Globalisierung wird die interkulturelle Kommunikation immer bedeutsamer. Ob privat, im Urlaub oder im alltäglichen Geschäftsleben: Es ist wichtig zu wissen, wie das eigene Verhalten auf den Gegenüber wirkt und wie dessen Verhalten interpretiert werden kann. Besonders im asiatischen Raum unterscheidet sich die Art und Weise des Miteinanders erheblich von deutschen Gewohnheiten. Fettnäpfchen lauern überall, aber mit ein paar Tricks lassen sich diese umgehen.

Die Visitenkarte

Eine Visitenkarte ist für Japaner nicht nur ein Stück Papier mit Name und Adressdaten darauf. Während sich der deutsche Geschäftsmann diese nach kurzer Ansicht schnell in die Tasche steckt, zollt der Japaner seinem Geschäftspartner durch die Annahme seiner Karte enormen Respekt.

Die Übergabe erfolgt, in dem die Karte mit beiden Händen an den oberen Ecken dem Empfänger überreicht wird, so dass dieser die Karte deutlich erkennen und den Inhalt lesen kann. Der Geber nennt zudem verständlich seinen Namen. Der Entgegennehmende nimmt die Karte ebenfalls mit beiden Händen in Empfang und wiederholt den Namen langsam und deutlich. Die Karte wird genau begutachtet und gegebenfalls sogar der Titel / die Position genannt. Schließlich will der Japaner genau wissen, mit wem er es zu tun hat.

„Du bist wichtig!“

Die Karte wird danach nicht einfach weggepackt, sondern nach Möglichkeit respektvoll in der Hand behalten. Bei nachfolgenden Meetings werden die Karten sogar offen auf den Tisch gelegt. Das hat zum einen den Vorteil, dass der Name immer abrufbereit ist und soll zum anderen die Bedeutung der Karte hervorheben. Die Botschaft an den Geschäftspartner lautet: Du bist wichtig für mich!

Auch im Bereich der Begrüßung, dem Umgang mit Kollegen und Vorgesetzen oder Gastgeschenken sind die Unterschiede zu uns Deutschen enorm. Informationen dazu folgen im nächsten Teil.

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