Was Sie über Instant Payment wissen müssen

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Was Sie über Instant Payment wissen müssen

Die Echtzeitüberweisung kennt man bislang nur vom Online-Bezahldienst PayPal. Geldbeträge für Waren und seit einiger Zeit auch für Freunde werden quasi sofort übertragen. Neben der einfachen Handhabe entsteht dadurch ein Vorteil für Online-Händler, die umgehend die gekaufte Ware auf den Weg schicken können. Früher wartete man sicherheitshalber den Geldeingang ab, der jedoch in der Regel bis zu drei Werktage beansprucht hatte. Bis das Guthaben nach Abschluss der Transaktion auf das eigene Giro- oder Geschäftskonto übertragen ist, vergehen zwar auch ein bis zwei Tage, mit dem abrufbaren Obligo des virtuellen PayPal-Kontos wirkt jedoch alles sicherer und transparenter.

Wie PayPal, nur direkt

In Zeiten des Same-Day-Versands steigt auch der Anspruch der Online-Käufer. Eine Woche auf die Ware zu warten, ist undenkbar geworden, selbst wenn es sich um einen Privatkauf handelt. Eine schnelle Lieferung wird gefordert, doch setzt diese eben auch eine (noch) schnellere Transaktion voraus.

Nun ja, mit PayPal und Co. ist das bereits seit Jahren relativ sicher möglich, doch sind deutsche Verbraucher mit Diensten aus den USA recht skeptisch. Das sieht man unter anderem daran, dass es Fintechs und Zahlungsanbieter hierzulande deutlich schwieriger haben als im Rest der Welt. Instant Payment wäre eine stilvolle sowie klassische Lösung, um Echtzeitzahlungen salonfähig zu machen. Immerhin bleiben die Prozesse für die Bankkunden genau gleich.

Ersatz für Bargeld

Deutschland ist das Land der Barzahler und viele – wenn auch vermeintliche – Vorstöße, die den Bargeldverkehr einschränken könnten, werden hierzulande sehr kritisch betrachtet. Instant Payment wäre zumindest mit einigen Vorteilen des Bargelds gleichauf und würde es in puncto Sicherheit sogar übertreffen. Während beim Gebrauchtwagenkauf sehr hohe Barbeträge den Besitzer wechseln, könnte man sich in Zukunft auch auf die Echtzeitüberweisung verlassen. Sind beide Parteien mit Smartphone ausgestattet, könnte der Prozess direkt nach der Verhandlung eingeleitet und überprüft werden. Eventuell ergeben sich dadurch sogar weitere Vorteile, da man so nicht mehr in Geldschein-gerechten Schritten verhandeln muss.

 

Wäre Instant Payment für Sie ein Bargeldersatz?

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Wer steht hinter Instant Payment?

Instant Payment ist eine Initiative des European Retail Payment Boards (ERPB). Es besteht aus sechs Vertretern nationaler Zentralbanken unter dem Vorsitz der EZB sowie aus sieben Vertretern von Finanzdienstleistern und sieben Vertretern von SEPA-Anwendern. Ab November dieses Jahres soll bereits europaweit ein einheitlicher gesetzlicher Rahmen geschaffen werden. Und schon im Frühjahr 2018 soll es laut Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, erste Anbieter geben. Die Teilnahme bleibt für Banken und Sparkassen jedoch freiwillig, weshalb es einige Zeit dauern wird, bis der neue Dienst flächendeckend angenommen bzw. angeboten wird.

 

Halten Sie Instant Payment für eine wichtige Innovation?

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