Money, Money, Money

Money, Money, Money

Der alte Abba-Song klingt mir in den Ohren, als ich zu später Stunde mal wieder mit meinem Mann über unserer eigens dafür entworfenen Excel-Liste zur Familien-Buchhaltung sitze. Einnahmen, Ausgaben, Sparraten, Kosten für Dinge außer der Reihe… Das ist tatsächlich bei uns alles sehr durchorganisiert.

Wenn man mit seinem Partner einen gemeinsamen Hausstand gründet, stellt sich wohl irgendwann jedem die Frage, wie man die Finanzen organisiert.

Wer hat welches Einkommen? Welche Ausgaben hat man im Laufe eines Monats? Gibt es wiederkehrende Einkommen und Ausgaben in der immer gleichen Höhe? Oder fallen Kosten für Dinge außer der Reihe an, wie den spontanen Besuch beim Lieblings-Italiener nach Feierabend oder den Städtetrip nach Berlin?

Richtig spannend wird es, wenn Kinder ins Spiel kommen und einer der Partner aufgrund der Kinderbetreuung plötzlich sehr viel weniger verdient als vorher. Da gibt es dann schon etwas Diskussionsbedarf, wie trotz der veränderten Rahmenbedingungen die Finanzen für alle Beteiligten fair geregelt werden können.

Sehr interessant ist es, mal mit anderen Familien zu sprechen, wie dort mit dem Thema umgegangen wird. Bevor ich Mama wurde und in Elternzeit und Teilzeit wechselte, hatte ich keine Ahnung davon, wie viele Systeme, Möglichkeiten und Ideen es dazu gibt.

Die Alles-in-einen-Topf-Methode

Manche Familien werfen alles in einen Topf, was im Laufe des Monats rein kommt: Gehalt, Kindergeld, Flohmarkteinnahmen, Steuerrückzahlung… Genauso werden auf der anderen Seite auch alle gemeinsamen Ausgaben von allen zu gleichen Teilen getragen. Für „private“ Ausgaben bekommt jeder einen gewissen monatlichen Betrag, über den er frei verfügen kann. Davon wird gespart, in Aktien investiert, der neue Anzug gekauft oder auch der Segeltörn mit den Jungs oder der Café Besuch mit der besten Freundin bezahlt.

Die Mathematiker-Methode

Man kann es auch ganz genau machen und prozentual ausrechnen, wer wie viel zum Einkommen beiträgt und dann den jeweiligen Teil für die Haushaltskosten pro Person entsprechend berechnen. Das ist fair, was die gleichmäßige Verteilung der Kosten angeht. Allerdings bleibt bei dieser Methode unberücksichtigt, wenn einer aufgrund von Kindererziehung weniger verdient und dementsprechend weniger „Freizeitgeld“ zur Verfügung hat.

Die Mischmasch-Methode

Andere nehmen es ganz locker und führen weder Buchhaltung noch Excel-Listen. Deins ist meins und umgekehrt, ist hier der Leitgedanke. Das spart abendliches Dividieren von Rechnungen sowie ewige Hin- und Her-Überweisungen, ergibt aber vielleicht an der einen oder anderen Stelle ein wenig Redebedarf. Muss man innerhalb von zwei Wochen das dritte Paar Schuhe kaufen? Und der Anzug von der letzten Hochzeit tut es doch auch noch fürs Büro. Naja, oder so ähnlich könnte das dann ablaufen.

Die Klassiker-Methode

Auch das klassische Modell Mann = Ernährer und Frau = Kinder & Haushalt kennen wir von Freunden. Der Mann arbeitet und verdient das Geld, die Frau kümmert sich um Kinder, Haus und Garten und bekommt für alle Ausgaben, die damit zusammen hängen, ein wöchentliches Haushaltsgeld. An einem Freitagmittag wird es da schon mal schwierig mit einem Kinonachmittag mit den Kindern.

Die Pragmatiker-Methode

Interessant ist auch die Variante, dass derjenige, der mehr verdient, alle größeren Ausgaben wie Miete, Urlaub, Auto, Einkäufe etc. trägt. Unsere Bekannte, die klassischerweise diejenige ist, die in Teilzeit arbeitet und damit weniger verdient, darf ihr Gehalt sozusagen als „Taschengeld“ für ihre eigenen Ausgaben behalten.

Daneben gibt es wahrscheinlich noch jede Menge anderer Modelle und Ideen, wie man seine Finanzen regeln kann. Letztendlich müssen am Ende alle damit einverstanden sein und es muss für alle Beteiligten eine gute und faire Lösung sein.

Welches Modell auch immer Sie leben und wie auch immer es in Ihrer Familie geregelt oder nicht geregelt ist: Denken Sie daran, dass Geld allein nicht glücklich macht. Haben Sie eine gute Zeit! 🙂

Kennen Sie noch weitere Modelle, die ich in meiner Übersicht vergessen habe? Ich freue mich auf Ihre Anregungen im Kommentarbereich.

InfoBox

Die Könnerin ist eine neue Kolumne exklusiv für die WorksiteNews. Sie, die Könnerin, tritt ab sofort regelmäßig in Erscheinung und erzählt immer neue Geschichten aus ihrem Alltag.

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar ist öffentlich. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ähnliche Artikel