Freitag, der 13. – Unglücklich viele Unglückstage

Freitag, der 13. – Unglücklich viele Unglückstage

Fürchten Sie sich auch vor „Freitag, dem 13.“? Oder besser gesagt vor all den schlimmen Dingen, die Ihnen an diesem berüchtigten Tag zustoßen könnten? „Nichts als Aberglaube!“, sagen die einen, während sich andere den Tag frühzeitig im Kalender markieren, um nicht unvorbereitet vom Unglück überrascht zu werden – die selbsterfüllende Prophezeiung tut dann den Rest.

Unglücklich viele Unglückstage

Der Zeit Online Blog hat mit Hilfe der Modularithmetik vor rund zwei Jahren bewiesen, dass jedes Jahr mindestens ein Dreizehnter auf den Freitag fällt. Ein „Mittwoch der 13.“ wäre dahingegen viel seltener. Diesen gibt es hochgerechnet auf 400 Jahre gerade einmal 398-mal, während es den schwarzen Freitag mit 688-mal deutlich häufiger trifft. Als Faustformel kann man sich merken, dass immer dann Freitag, der 13. naht, wenn der Monat mit einem Sonntag beginnt. In diesem Jahr ist es am 13. Oktober wieder soweit.

Woher kommt die Angst vor diesem Tag?

Die Zahl an sich löst bei vielen bereits Unbehagen aus. Während man gerne auf Wolke 7 schwebt, lässt man die 13 am liebsten außen vor. Sie steht für Unordnung und das teuflische Dutzend (= 12+1). So verzichten sogar einige Airlines und Hotels auf den Sitzplatz mit dieser Nummer bzw. das Stockwerk mit selbiger und springen lieber direkt zur harmonischen 14.

Die Verknüpfung mit dem Wochentag ist nach wie vor ungewiss. Allerdings liegt es nahe, dass der christliche Glaube seinen Teil dazu beigesteuert hat. Nach dem neuen Testament wurde Jesus an einem Freitag gekreuzigt. Katholiken bringen daher stets an einem Freitag das sogenannte „Freitagsopfer“.

Kein Grund zur Sorge

Gemäß einer Umfrage der Gothaer Versicherung verdient dieser Tag keine besondere Beachtung. Ohnehin ist die Mehrheit der Deutschen (69 Prozent) überhaupt nicht abergläubisch und ein gutes Drittel (29 Prozent) nur „etwas“. Bleiben 2 Prozent der Deutschen, die an diesem Tag lieber im Bett bleiben würden. Die Schadensstatistik der Gothaer misst dem Tag übrigens keine besondere Bedeutung bei.

Sind Sie abergläubisch?

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Ein Kommentar zu “Freitag, der 13. – Unglücklich viele Unglückstage”

  1. GLISS sagt:

    In einer vom französischen König landesweit unter größter Geheimhaltung vorbereiteten Aktion wurde der mächtige und reiche Orden der Tempelritter im Machtbereich des Königs, also in Frankreich, aufgelöst, seine Führer verhaftet und teilweise hingerichtet (mit Jaques de Molnay an der Spitze). Das Vermögen konfiszierte die Krone – um eine drohende Staatspleite zu verhindern. Die Aktion war terminlich festgelegt auf Freitag, den 13. Oktober 1307. Da der Templerorden in anderen Ländern weiter Bestand hatte, prägte sich dieses Datum ins kollektive Gedächtnis ein – als Tag einer Untat des französischen Königs, als Tag eines großen Unglücks. Als der Kopf Ludwigs des XVI am 21.1.1793 unter der Guilliotine fiel, soll ein Unbekannter aus dem Kreis der Zuschauer gerufen haben „nun bist Du gerächt, Jaques de Molnay!“

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