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Air Berlin drückt bei Transfergesellschaft aufs Tempo (21.10.2017 05:15)

Am Montag verhandeln die Air-Berlin-Standorte Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern mit dem Bund über eine Transfergesellschaft für die Airline. Bis zu 4000 Mitarbeiter könnten davon profitieren, so das Unternehmen. Doch es müsse flott gehen.

In den Verhandlungen über eine Auffanggesellschaft für Tausende Mitarbeiter der insolventen Air Berlin drückt die Fluggesellschaft aufs Tempo. «Wir brauchen Anfang nächster Woche eine Entscheidung», sagte der Generalbevollmächtigte Frank Kebekus der «Rheinischen Post» (Samstag). Seinen Schätzungen zufolge könnten in der Auffanggesellschaft bis zu 4000 Mitarbeiter Platz finden. Kebekus forderte die Unterstützung der Politik ein.

«Air Berlin selber kann die Transfergesellschaft nicht alleine finanzieren, also brauchen wir Hilfe von den betroffenen Ländern und vielleicht auch vom Bund. Es geht darum, dass die öffentliche Hand den Beitrag bezahlt, den wir nicht leisten können», sagte Kebekus. Für diesen Montag ist ein Treffen von Vertretern des Bundes sowie der Air-Berlin-Länder Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern in der Hauptstadt geplant.

Falls eine Einigung auf eine Transfergesellschaft misslinge, müsse das Unternehmen Ende Oktober oder Anfang November Mitarbeiter entlassen. «Wir würden dann zirka 4000 Kündigungen aussprechen», sagte Kebekus. Davon ausgenommen seien zunächst etwa 1700 Menschen, die bei den Tochterfirmen Niki und LG Walter arbeiten und mit den Firmen zur Lufthansa-Billiglinie Eurowings wechseln sollen.

Kebekus räumte ein, dass einige Piloten im Falle eines Wechsels von Air Berlin zu Eurowings deutliche Gehaltseinbußen hinnehmen müssten. «Ja, für manche Kapitäne aus früheren LTU-Zeiten sind die Einschnitte schon groß – aber bestimmte Gehälter sind eben nicht mehr marktgerecht», sagte er und betonte: «Aber insgesamt sind das faire Angebote.»

Der Generalbevollmächtigte betonte erneut, das Unternehmen werde den Kredit des Bundes über 150 Millionen Euro «mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit inklusive Verzinsung von rund zehn Prozent» zurückzahlen. Kebekus lobte, der Bund mache damit ein gutes Geschäft. Großbritannien habe 70 Millionen Euro gezahlt, um Passagiere der pleite gegangenen Fluglinie Monarch aus dem Urlaub zurückzuholen. «Unser Staat macht dagegen einen Zinsgewinn mit dem Kredit an uns.»

Die scharfe Kritik an der Millionen-Absicherung für Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann wies Kebekus deutlich zurück. «Diese Diskussion ist an Heuchelei nicht zu überbieten und in höchstem Maße unseriös», sagte er. Die 4,5 Millionen Euro würden die Insolvenzmasse nicht belasten und weder Kunden noch Mitarbeitern entgehen, weil sie «alleine vom früheren Hauptgesellschafter Etihad über eine Bankbürgschaft finanziert» wurden. «Diese scheinheilige Diskussion könnte zu der fatalen Konsequenz führen, dass fähige Manager bei solchen Sanierungsfällen nicht mehr einsteigen.»


Air Berlin drückt bei Transfergesellschaft aufs Tempo (21.10.2017 04:00)

In den Verhandlungen über eine Auffanggesellschaft für Tausende Mitarbeiter der insolventen Air Berlin drückt die Fluggesellschaft aufs Tempo. «Wir brauchen Anfang nächster Woche eine Entscheidung», sagte der Generalbevollmächtigte Frank Kebekus der «Rheinischen Post» (Samstag). Seinen Schätzungen zufolge könnten in der Auffanggesellschaft bis zu 4000 Mitarbeiter Platz finden. Kebekus forderte die Unterstützung der Politik ein.

«Air Berlin selber kann die Transfergesellschaft nicht alleine finanzieren, also brauchen wir Hilfe von den betroffenen Ländern und vielleicht auch vom Bund. Es geht darum, dass die öffentliche Hand den Beitrag bezahlt, den wir nicht leisten können», sagte Kebekus. Für diesen Montag ist ein Treffen von Vertretern des Bundes sowie der Air-Berlin-Länder Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern in der Hauptstadt geplant.

Falls eine Einigung auf eine Transfergesellschaft misslinge, müsse das Unternehmen Ende Oktober oder Anfang November Mitarbeiter entlassen. «Wir würden dann zirka 4000 Kündigungen aussprechen», sagte Kebekus. Davon ausgenommen seien zunächst etwa 1700 Menschen, die bei den Tochterfirmen Niki und LG Walter arbeiten und mit den Firmen zur Lufthansa-Billiglinie Eurowings wechseln sollen.


Merkel bittet EU-Partner um Geduld bis zur Regierungsbildung (20.10.2017 13:34)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die EU-Partner in der Debatte über Reformen der Europäischen Union um Geduld gebeten. In Deutschland liefen nun zunächst Sondierungs- und Koalitionsgespräche, und der Zeitpunkt für Ergebnisse sei noch nicht absehbar, sagte die CDU-Chefin am Freitag zum Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel. Die Regierungsbildung in Berlin müsse man respektieren.

In der Runde der 28 EU-Staats- und Regierungschefs habe es viel Zustimmung für den Vorschlag von EU-Ratspräsident Donald Tusk für einen Reformfahrplan gegeben, berichtete Merkel. Die „Grundmelodie“ sei, dass Europa sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und nach Jahren der Krise Veränderungen angehen wolle. Man wolle dabei gemeinsam zu Werke gehen, Deutschland werde aber eng mit Frankreich kooperieren, sagte die Kanzlerin.

Über die Einführung von Mehrheitsentscheidungen sei nicht gesprochen worden. Es müsse aber die Möglichkeit geben, auch dann voranzugehen, wenn nicht alle EU-Mitglieder folgen wollten.


Air Berlin drückt bei Transfergesellschaft aufs Tempo (21.10.2017 10:41)

In den Verhandlungen über eine Auffanggesellschaft für Tausende Mitarbeiter der insolventen Air Berlin <GB00B128C026> drückt die Fluggesellschaft aufs Tempo. „Wir brauchen Anfang nächster Woche eine Entscheidung“, sagte der Generalbevollmächtigte Frank Kebekus der „Rheinischen Post“ (Samstag). Seinen Schätzungen zufolge könnten in der Auffanggesellschaft bis zu 4000 Mitarbeiter Platz finden. Kebekus forderte die Unterstützung der Politik ein.

„Air Berlin selber kann die Transfergesellschaft nicht alleine finanzieren, also brauchen wir Hilfe von den betroffenen Ländern und vielleicht auch vom Bund. Es geht darum, dass die öffentliche Hand den Beitrag bezahlt, den wir nicht leisten können“, sagte Kebekus. Für diesen Montag ist ein Treffen von Vertretern des Bundes sowie der Air-Berlin-Länder Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern in der Hauptstadt geplant.

Falls eine Einigung auf eine Transfergesellschaft misslinge, müsse das Unternehmen Ende Oktober oder Anfang November Mitarbeiter entlassen. „Wir würden dann zirka 4000 Kündigungen aussprechen“, sagte Kebekus. Davon ausgenommen seien zunächst etwa 1700 Menschen, die bei den Tochterfirmen Niki und LG Walter arbeiten und mit den Firmen zur Lufthansa <DE0008232125>-Billiglinie Eurowings wechseln sollen.

Kebekus räumte ein, dass einige Piloten im Falle eines Wechsels von Air Berlin zu Eurowings deutliche Gehaltseinbußen hinnehmen müssten. „Ja, für manche Kapitäne aus früheren LTU-Zeiten sind die Einschnitte schon groß – aber bestimmte Gehälter sind eben nicht mehr marktgerecht“, sagte er und betonte: „Aber insgesamt sind das faire Angebote.“

Der Generalbevollmächtigte betonte erneut, das Unternehmen werde den Kredit des Bundes über 150 Millionen Euro „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit inklusive Verzinsung von rund zehn Prozent“ zurückzahlen. Kebekus lobte, der Bund mache damit ein gutes Geschäft. Großbritannien habe 70 Millionen Euro gezahlt, um Passagiere der pleite gegangenen Fluglinie Monarch aus dem Urlaub zurückzuholen. „Unser Staat macht dagegen einen Zinsgewinn mit dem Kredit an uns.“

Die scharfe Kritik an der Millionen-Absicherung für Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann wies Kebekus deutlich zurück. „Diese Diskussion ist an Heuchelei nicht zu überbieten und in höchstem Maße unseriös“, sagte er. Die 4,5 Millionen Euro würden die Insolvenzmasse nicht belasten und weder Kunden noch Mitarbeitern entgehen, weil sie „alleine vom früheren Hauptgesellschafter Etihad über eine Bankbürgschaft finanziert“ wurden. „Diese scheinheilige Diskussion könnte zu der fatalen Konsequenz führen, dass fähige Manager bei solchen Sanierungsfällen nicht mehr einsteigen.“


Presse: Rentenzahlungen ins Ausland steigen deutlich (21.10.2017 10:39)

Immer mehr Senioren beziehen ihre gesetzliche deutsche Rente im Ausland, die meisten von ihnen im europäischen Süden. Das berichtet die „Rheinische Post“ (Samstag) unter Berufung auf Zahlen der Rentenversicherung. Demnach hat sich die Zahl der Rentenbezüge im Ausland seit 1990 von 780 000 auf 1,76 Millionen im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Das seien fast sieben Prozent aller Rentenzahlungen überhaupt, teilte die Deutsche Rentenversicherung dem Bericht zufolge mit.

Demnach zählt die Rentenkasse rund eine Million Auslandsrenten allein in den südlichen EU-Ländern, darunter besonders viele in Italien (373 000), Spanien (226 000), Griechenland (100 000) und Frankreich (87 000). In der Türkei leben heute fast 70 000 Bezieher der deutschen Rente. „Der Anstieg beruht zu einem großen Teil auf der Zuwanderung von Arbeitnehmern vor allem aus Italien, Spanien, Griechenland, dem ehemaligen Jugoslawien und der Türkei in den 60er und 70er Jahren, die Beiträge zur Rentenversicherung in Deutschland gezahlt haben“, teilte die Rentenversicherung mit.

87 Prozent der Auslandsrenten gingen den Angaben zufolge an ausländische Staatsangehörige, 13 Prozent an Deutsche mit festem Wohnsitz im Ausland. Für die Auslandsrenten wendete die Rentenversicherung im vergangenen Jahr insgesamt 6,4 Milliarden Euro auf. Elf Jahre zuvor waren es erst 4,4 Milliarden Euro gewesen.